Staatsehrenpreisträger Kategorie 4: 18 bis 35 ha Weingut Flick

Stilvolles Weinerlebnis

Er versteht es, die Liebe zum Wein in allen Facetten zu zelebrieren: Reiner Flick. 1994 erwirbt der Diplom Önologe die Straßenmühle zwischen Wicker und Hochheim und baut das 700 Jahre alte Gebäudeensemble zum Weingut um.

Des Tüchtigen Glück, Weitsicht und seine Liebe zu alten Schätzen führen 1999 zum Kauf der ehemaligen Sektkellerei Falkenberg, die der Oldtimerfan zur stilvollen Location restauriert. 2004 sichert er sich die Monopollage Nonnberg, 2010 pachtet er den legendären Hochheimer Königin Victoriaberg. Flick hat die seit 1775 verbriefte Weinbautradition seiner Familie zum Höhepunkt geführt. Seit 1999 ist er Mitglied im VDP.

Flick will Weine mit Lagerpotenzial erzeugen, die im Gedächtnis bleiben, Faszination wecken und auch die internationale Klientel begeistern. Seine Lagen, darunter Hochheimer Hölle, Wickerer Stein und Mönchsgewann, sind mit 81 Prozent Riesling, 10 Prozent Spätburgunder, Sauvignon Blanc, Grauem Burgunder, Weißem Burgunder und Chardonnay bestockt. Sein Credo der Nachhaltigkeit spiegelt sich im Außenbetrieb wider, in der Verwendung von Taunuseichenfässern und beim Bau der neuen Heizanlage, die neben Pellets auch Rebholzschnitt verwertet. Der siebte Staatsehrenpreis beschert dem VDP-Betrieb 15 Gold- und fünf Silbermedaillen und bedeutet für Flick auch eine Würdigung der guten Leistungen des gesamten Teams und der Familie.

Verkostet und gekauft werden können die VDP-Guts- und Lagenweine, Großes Gewächs und mehr im Hofladen, einer gelungenen Melange aus Gründerzeitstil mit moderner Technik. Darüber thront ein schmucker Weinprobierraum, der für Veranstaltungen verschiedenster Art zur Verfügung steht.

 

Nachgefragt:

Ich sehe im Weinbau die Notwendigkeit so zu arbeiten, dass es am Ende nachhaltig ist. Wir stehen heute im globalen Wettbewerb. Der Verbraucher ist wählerischer und weiß genau, was gut ist. Der Anspruch ist deutlich gestiegen.

Ich erlebe den Klimawandel als einschneidend. Früher war das Lesefenster sechs Wochen groß. Inzwischen müssen wir das Gros der Weinlese in fünf, sechs Tagen bewältigen, weil die Trauben gleichmäßiger reifen. Dazu müssen wir ganz andere Kapazitäten vorhalten. Um noch mehr auf den Punkt zu lesen, habe ich jetzt schon für nächstes Jahr eine neue Presse bestellt.

Mit Sport halte ich mich fit. Zudem gehe ich zur Jagd, was mich rundum gesund und lebensfroh macht. Ich lese viel. Weniger in weinbaulicher Hinsicht, da probiere ich lieber einen Wein und frage dann, wie er entstanden ist.

Die neuen Holzfässer aus den 16 Eichen, die wir vor fünf Jahren selbst geschlagen haben, sind unser ganzer Stolz. Ziel ist, bis 2021 ein Viertel unserer kompletten Erzeugung auf Holzfass umzustellen. Das ist für mich die Zukunft.

 

Weingut Joachim Flick | Inh. Reiner Flick
Straßenmühle | 65439 Flörsheim-Wicker
Tel. 06145-7686 | E-Mail: info@flick-wein.de
www.flick-wein.de

Informationen zur Prämierung